Herausforderung im Tourismussektor
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Herausforderung im Tourismussektor

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Herausforderung im Tourismussektor

Die verborgene Krise des Tourismus auf Gran Canaria

Im Herzen der Kanarischen Inseln, steht Gran Canaria vor einer unerwarteten Herausforderung. Während sich andere Inseln über wachsende Besucherzahlen freuen, kämpft Gran Canaria darum, neue Gäste zu gewinnen. Ein renommierter Fachmann für Tourismus wirft einen schonungslosen Blick auf die Probleme und legt fünf Hauptursachen für die aktuelle Stagnation offen.

Ein unerwarteter Stillstand

Im Gegensatz zu seinen Nachbarn hat Gran Canaria seit einem Jahrzehnt keinen nennenswerten Anstieg der Touristenzahlen erlebt. Während die globale Reisebranche floriert, verzeichnet Gran Canaria lediglich ein geringes Wachstum. Teneriffa und Lanzarote hingegen genießen einen deutlichen Aufschwung.

Neue Besucher bleiben aus

Viele hatten gehofft, dass sich die Situation nach der Pandemie von selbst verbessern würde. Diese Erwartungen wurden jedoch enttäuscht, was zu einer spürbaren Besorgnis unter den Inselbewohnern und im Geschäftsleben führte. Der Ruf nach politischer Unterstützung wird lauter, doch konkrete Lösungen bleiben aus.

Mangel an Luxusunterkünften

Einer der kritischen Punkte ist das Fehlen von ausreichenden hochwertigen Hotels. Die wenigen neu eröffneten Boutique-Hotels können die erforderlichen Touristenzahlen nicht generieren. Teneriffa übertrifft Gran Canaria deutlich mit einer größeren Anzahl an Vier- und Fünf-Sterne-Hotels und einer entsprechend höheren Bettenkapazität.

Die Zeit hinterlässt ihre Spuren

Ein weiterer Stolperstein sind die veralteten Einkaufszentren, die den Charme vergangener Jahrzehnte versprühen und dringend einer Modernisierung bedürfen. Experten fordern politische Initiativen, um durch gezielte Investitionsanreize die Attraktivität der Insel zu steigern. Karfreitag auf Gran Canaria

Fehlende Attraktionen

Die Insel bietet zu wenige zeitgemäße Freizeit- und Ergänzungsangebote, was besonders jüngere und erlebnishungrige Touristen abschreckt. Die Notwendigkeit, das Freizeitangebot zu erneuern und zu erweitern, wird immer dringlicher.

Strände aus einer anderen Zeit

Die Strände und ihre Ausstattungen entsprechen nicht mehr den heutigen Erwartungen der Besucher. Es fehlen moderne Annehmlichkeiten und Angebote, die den Bedürfnissen eines anspruchsvollen Publikums gerecht werden.

Die politische Dimension für die Insel

Die Lösung dieser vielschichtigen Problematik erfordert entschlossenes Handeln seitens der Politik. Investitionen in die touristische Infrastruktur und in die Erneuerung der Attraktionen sind essenziell, um Gran Canaria wieder zu einem begehrten Zielort zu machen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gran Canaria an einem Wendepunkt steht. Die Insel muss sich den modernen Anforderungen des Tourismusmarktes anpassen, um neue Besucher zu gewinnen und bestehende Gäste zu halten. Die Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und der lokalen Gemeinschaft wird entscheidend sein, um diese Herausforderungen zu überwinden und die Zukunft des Tourismus auf Gran Canaria zu sichern.

Las Palmas 18. März 2024

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